2. Juni 2020

Unglaublich: Den Krisenbonus hat Trump schon verspielt

Manche Krisen lassen selbst den politischen Gegner unterstützende Worte für die Regierung finden oder zumindest zurückhaltender mit Kritik sein – vorübergehend kann so die erstarrte Polarisierung überwunden werden. Es sind solche “Wir müssen jetzt zusammenstehen”-Momente, die der Popularität des Amtsinhabers einen Turbo verschaffen können. Die eine Voraussetzung, die es dafür braucht, erfüllt Trump: Er hat sich mit seinen nahezu täglichen Pressekonferenzen als oberster Krisenmanager in Szene gesetzt, so wie auch andere Staats- und Regierungschefs die Virusbekämpfung zur Chefsache erklärt haben. Die zweite Voraussetzung ist Trumps großes Defizit: Er müsste klar und mit Bedacht kommunizieren wie handeln. Es müsste keine Glanzleistung sein, Fehler haben auch andere gemacht und trotzdem profitiert. Selbst Boris Johnson in Großbritannien ist beliebt wie nie; Macron, Merkel, Trudeau – viele haben außerordentlich an Rückhalt gewonnen. Aber Lob nicht nur aus dem eigenen Lager bekommt eben nur, wer es auch verdient. Mehr

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